09 Dez

In der Weihnachtsbäckerei

ODER TREFFENDER: IN DER AMATEUR-WEIHNACHTS-SCHOKOLADENMANUFAKTUR.

Unser erstes Weihnachtsmailing ist raus und ich bin sehr aufgeregt, wie es ankommen wird, weil sehr viel Liebe und Arbeit drin steckt. Es gibt handgeschöpfte Schokolade. Lange haben wir überlegt, wie unser Weihnachtsgruß aussehen soll. Persönlich sollte er sein. Lecker. Und dann fand wieder eines dieser Meetings statt, wo wir vor uns hin dachten und Ideen bauten.

Plätzchen backen? Machen eh alle… Und so war es beschlossen: Es gibt selbst gemachte Schokolade! Bio! Vegan! Fair! Drei Geschmacksrichtungen sollten es sein. Das bringt ein bisschen Abwechslung beim Herstellen, so dachte ich – nicht, dass es langweilig wird. Wie lange kann es schon dauern, 100 Tafeln Schokolade zu machen?! Oder sogar mehr, denn die Geschmacksrichtungen mussten ja erst gefunden und auf Herz und Nieren geprüft werden. Also ab an den Laptop, kiloweise Nüsse, Agavendicksaft, Dattelsirup, Kakaobutter, Kakaopulver, Ahornsirup und und und bestellt. Die Küche platzte aus allen Nähten … Das ganze wurde dann von Udo mit einer handbeschriebenen Karte auf Holzwolle gebettet, in einen Karton verpackt, frankiert und zur Post gebracht. Arbeitsteilung also. So machen wir das hier.

 

Heute weiß ich: Es gibt einen Grund, wieso man sich zum Chocolatier ausbilden lässt … Eine richtige Rezeptur zu finden, hat sehr viele Stunden in Anspruch genommen. Die Ungeduld als mein treuester Begleiter in solchen Situationen war da nicht gerade hilfreich. „Schokolade machen“ ist also nicht einfach nur „Schokolade schmelzen“ und mit Schnick-Schnack und Gewürzen verfeinern. Nein, die Schokolade muss richtig temperiert sein, die Nüsse richtig karamellisiert und der richtige Mix aus Schokolade und Süße ist auch nicht zu unterschätzen. Aber am Ende des Tages hat mir das „Reinfuchsen“ in einen mir bis dato unbekannten Bereich der Küchenkunst richtig Spaß gemacht und mir – wie so oft, wenn ich in der Küche stehe – ganz viel innere Ruhe und Zufriedenheit beschafft. Die passende Musik (Last Christmas & Co.) durfte dabei natürlich nicht fehlen. Die ganze Zeit lag der Duft von Zimt, Lebkuchen, gerösteten Nüssen und Mandarinen, die sich mein Sohn nebenbei genüsslich rein schaufelte und „aus Versehen“ in die geschmolzenen Schokolade plumpsen ließ, in der Luft. Wie ich diese Zeit liebe!

 

In diesem Sinne wünsche ich euch eine wundervolle Vorweihnachtszeit und viel Spaß beim Schmücken, Weihnachtsbaum schlagen, Geschenke verpacken, Tee und Glühwein trinken, Plätzchen backen, Nüsse karamellisieren, Schokolade schöpfen – was ihr eben so macht zur Weihnachtszeit! 🙂

 

Bis bald,

 

Anne

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